Mainzer allerlei  Thema - medizinisches Gutachten - Arbeitsunfähigkeit 1999,2006,2009 


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Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 27. Jun 2011, 11:57 
Administrator
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Registriert: Sa 29. Nov 2008, 11:08
Beiträge: 38
das gleiche wurde 2006 und 2009 ebenfalls durch weitere
Amtsärztliche Gutachten bestätigt.


Und das hier war schon vom 12.03.1999

Fragestellung der Krankenkasse:
Vermutlich positives/negatives Leistungsbild.

Vorhandene Unterlagen:
Attest für Arbeitgeber und Arbeitsamt vom 11.12.98 von Dr.
Thomas Jahnke, Arzt für Allgemeinmedizin. Herr Eger, ein
49jähriger Mann, sei als LKW-Fahrer berufsunfähig.
Der Versicherte wurde 08/1997 an einer Steißbeinfistel,
operiert und unterzog sich 03/1989 einer Milligan-Morgan-
Operation. Er habe seitdem chronische Schmerzen beim Sitzen
und sei für eine vorwiegend sitzende Tätigkeit nicht ein-
setzbar.

12/1989 wurde computertomographisch eine Bandscheibenprotrusion bei L4/5 und L5/S1 nachgewiesen.
Er leide an chronisch rezidivierenden Lumbalgien, insbesondere beim Heben
von Gewichten über 10 kg und beim Sitzen.
Beide Situationen seien beim LKW-Fahren gegeben.
12/1998 im MRT arthrotische Kniegelenksveränderungen. Erhebliche Kniegelenksbeschwerden bds.
Eine Beschwerdebesserung sei nicht absehbar, weshalb dem Versicherten geraten wurde,
nicht mehr als Kraftfahrer zu arbeiten. Bei Vorlage des Attestes beim Arbeitgeber Kündigung.

Sozialanamnese:
Der jetzt 49jährige Versicherte hat eine Ausbildung als Baumaschinenschlosser,
war in diesem Beruf 2 Jahre tätig, anschließend als Kraftfahrer.
Es habe sich wegen Ein- und Ausladearbeiten mit Hilfe eines Krans zuletzt
um schwere körperliche Tätigkeit gehandelt.
Weniger, weil er schwere Gewichte tragen mußte, vielmehr, weil er sich oft bücken,
Gurte spannen und viel herumklettern mußte.
Nach kurzer Zeit hätten ihm beim Lastkraftwagenfahren, beim Bedienen von Gas, Kupplung und Bremse,
die Knie durch den ausgeübten Druck geschmerzt.
Er merke auch schon nach 5 Stufen Schmerzen in den Knien.
Er könne wohl Dauerpositionen, z. B. mit leichter Beugung bis 110°, ohne Schmerzen tolerieren.
Schon Gewichte bis 10 kg belasten die Knie so, daß der Versicherte sie längerfristig als intolerabel einschätzt.
Bei einfachem Sitzen schmerze die Analgegend nicht mehr.
Derzeit habe er von seiten der Wirbelsäule wenig Beschwerden.
Arbeitsunfähig seit November 1998 sei er wegen plötzlich aufgetretener Kniebeschwerden.
Diese würden sich nur bei Belastung bemerkbar machen.
Bisher kein Rentenantrag.
GdB beantragt.

Jetzige Beschwerden:
Schmerzen nur bei Belastung im Rücken bei langem Sitzen,
in den Knien beim Treppensteigen und Tragen von Gewichten
in der Größenordnung von 10 kg. Hämorrhoidalbeschwerden bei
bestimmter Sitzposition, beispielsweise radfahren könne er nicht.

Vegetative Anamnese:
Harn- und Stuhlverhalten ohne Auffälligkeiten, Schlaf regelrecht, Appetit gut.
Gewichtszunahme wegen der Inaktivität der letzten Monate.
20 Zigaretten pro Tag.
Kein Alkohol.

Therapie:
Keine Medikamente.
Derzeit keine physikalische Behandlung.
Lediglich Einreiben der Analregion mit Kamillosan-Creme.

Subjektives Krankheitsverständnis:
Die alte Tätigkeit als Kraftfahrer könne er wegen der Kniebeschwerden bei Belastung,
der Rückenbeschwerden bei häufigem Bücken beim Verladen sowie langem Sitzen
beim Fahren nicht mehr ausüben.
Er habe als langjähriges Hobby Elektronikbasteln, deshalb Kenntnisse auf diesem Sektor anzubieten.
Er kenne sich mit Computern sehr gut aus, habe schon viele repariert.
Eine geeignete Tätigkeit könnte beispielsweise eine Art Computerservice mit Reparatur von Geräten sein.
Er meint damit eine vorwiegend handwerkliche Tätigkeit.
Ein Schul- oder sonstigen Leistungsabschluß, der Elektronikkenntnisse belegt, ist nicht vorhanden.

Untersuchungsbefund:
Guter Allgemeinzustand, erhebliche Adipositas. Sichtbare Schleimhaut rosig,
Zunge feucht. Schilddrüse klein, schluckverschieblich.
Ausreichendes Sehvermögen, keine Brille.
Hinreichendes Hörvermögen bei Gespräch in normaler Lautstärke.
Lunge und Herz auskultatorisch unauffällig.
Herzaktion rhythmisch, Frequenz 100/Min., RR 170/110 mmHg nach der Bewegungsprüfung.
Herztöne rein. Abdomen adipös, weich, vorgewölbt. Epigastrisch kein Druckschmerz .
Bei der Wirbelsäule auffallend eine kyphotische Verbiegung im BWS-/LWS-Obergangsbereich
wie bei früherem Scheuermann.
FBA 5 cm. Schober 10/13,5 cm lumbal. Lasegue bds. negativ, ebenso Bragard.
Volle HWS-Rotation, leichte Nackenverspannung.
Nacken- und Schürzengriff ohne Einschränkung möglich,
[b]insgesamt gute Funktion der oberen Extremitäten mit erheblicher Kraft.

Knie ohne Schwellung, rechts diskret medial Druckschmerz im Gelenkspalt.
Keine Instabilität, kein eindeutiger Rotationsschmerz bei Beugung oder Streckung.
Keine Ödeme. Reflexe an den unteren Extremitäten allseits auslösbar,
an den oberen nicht. Gepflegtes Erscheinungsbild. Volle Orientierung. [/b]

Im Gespräch und bei der Untersuchung ausreichend Kooperation, anfangs Mißtrauen.
Normale Gestik und Mimik.
Der Versicherte wirkte so, als ob er schnell gereizt sein könne, dann aggressiv werde.
Keine Einschränkung des Antriebs, keine erkennbaren Gedächtnisstörungen,
Konzentrationsstörungen oder Auffassungsprobleme.

Diagnose (AU-bedingend):
- Gonarthrose bds.
- LWS-Syndrom bei früherer Protrusion
- Hämorrhoidalleiden

Sozialmedizinische Beurteilung:
Die obengenannten AU-bedingenden Diagnosen wurden im
ärztlichen Attest als leistungseinschränkend hervorgehoben.
Bei der heutigen Untersuchung keine erkennbaren LWS-Beschwerden
oder Beschwerden im Analbereich, wobei es nur dann zu Schmerzen komme,
wenn LWS- und Glutäalregion durch längeres Sitzen oder Bücken belastet werden.
Aufgrund der Vorgeschichte ist eingeschränkte Belastbarkeit glaubhaft.
Vorrangig klagte der Versicherte über Kniebeschwerden bds.,
wobei bei der heutigen Untersuchung nur grenzwertige Be-
schwerden festzustellen waren. Der Versicherte stellte her-
aus, daß er in bestimmten Kniepositionen über längere Zeit
schmerzfrei bleibe. Arthrotische Beschwerden wurden kernspintomographisch 12/1998 nachgewiesen.
Aus diesem Grund ist glaubhaft, daß der Versicherte Beschwerden hat beim
Treppensteigen, insbesondere unter Tragebelastung.

Die Leistungseinschränkung des Versicherten ist dementsprechend nicht hochgradig,
aber ausgeprägt genug, um zu rechtfertigen, daß körperlich schwere und konstant mittelschwere
Tätigkeit von dem Versicherten vermieden wird.


Eine leidens gerechte Tätigkeit vermeidet häufiges Treppensteigen, Steigen auf Leitern,
insbesondere mit Tragebelastung, schweres Heben und Tragen, langes Stehen, Gehen und Sitzen.
Leidensgerecht ist eine Tätigkeit vorrangig im Sitzen, aber nicht ausschließlich,
mit einem Wechsel von Stehen und Gehen.
Vereinzelte körperlich mittelschwere Tätigkeit ist tolerabel.
Mit dem Versicherten wurde das Ergebnis besprochen, auch daß er sich für
die leidensgerechte Tätigkeit dem Arbeitsamt morgen, 12.03.99, zur Verfügung stellen kann.
Er akzeptierte das Ergebnis, berichtete aber über Kontaktprobleme mit dem Arbeitsamt.
Dort wolle man ihn auf Tätigkeiten vermitteln, bei denen absehbar sei,
daß er in kurzer Zeit wieder körperliche Beschwerden bekomme und die Schädigung fortgesetzt werde.

Dateianhang:
[pdf]rente lva gegendarstellung.pdf[/pdf]

_________________
Wenn ich schon mal was schreibe, dann aber nur die Wahrheit.!


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